Zuverlässige Korrosionsüberwachung im Reaktor – jetzt auch für das komplette Rührwerk

Komplette Emailüberwachung inklusive Rührwerk

Die kontinuierliche Überwachung der Emailauskleidung in einem Behälter während des Betriebes mithilfe einer Korrosionsüberwachung ist in stark korrosiven Prozessen eine unabdingbare Lösung, um große und teure Tantalreparaturen oder sogar Behälterdurchbrüche auszuschließen. Kommen mehrteilige emaillierte Rührwerke zum Einsatz, konnte bislang nicht das komplette Rührwerk überwacht werden. Durch den Einsatz des Corrosion Detectors in Verbindung mit der neuen Conductive Cryo-Lock Technologie von Pfaudler ist dies nun möglich.

Die beweglichen Teile in einem Reaktor unterliegen am ehesten der Gefahr einer Beschädigung und können mit der neuen Pfaudler Conductive Cryo-Lock Technologie gegen Unversehrtheit überwacht werden. Dieses kontinuierliche Email-Überwachungs-System während des Betriebs ist für alle Cryo-Lock Rührwerke von Pfaudler geeignet.

Das Funktionsprinzip der Pfaudler Emailüberwachung basiert auf dem Prinzip der Zersetzungsspannungsanalyse, ohne Dauerstrombelastung der Edelmetall-Elektroden, was elektrochemische Reaktionen an den Elektroden vermeidet. In regelmäßigen Abständen wird zwischen den beiden Elektroden eine Spannung angelegt um ausgehend von dieser Referenz ein sogenanntes „Alarmfenster“ zu erzeugen. Liegt aufgrund einer Beschädigung der Emailschicht der gemessene Wert wiederholt innerhalb dieses „Alarmfensters“, schlägt der Corrosion Detector Alarm. Schon seit Jahren bietet Pfaudler mit dieser Technologie eine zuverlässige Emailüberwachung der Behälter an, jedoch konnten mehrteilige Rührwerke damit nicht vollständig überwacht werden. Dies wurde nun mit einem nicht-metallischen induktiven Kontakt zwischen Rührwerk und Rührwerksträger gelöst. Gegenüber Lösungen mit aufgeschweißten Metallringen aus beständigen Materialien ist somit eine durchgängige homogene Emailoberfläche gewährleistet. Unterschiedliche Temperaturausdehnungs-Koeffizienten aufgrund verschiedener Materialien und somit unausweichliche Beschädigungen der Emailschicht werden vermieden. Somit ist nun eine vollständige prozesssichere Behälterüberwachung, inklusive des kompletten mehrteiligen Rührwerks, durch die Conductive Cryo-Lock-Technologie von Pfaudler möglich.

Fehlalarme – ausgeschlossen!

Da der Corrosion-Detector nur bei einer tatsächlichen Metallkorrosion einen Alarm anzeigt, sind Fehlalarme durch korrosionsbeständige leitende Einbauteile und Materialien ausgeschlossen. Einleitrohre oder Reparaturstopfen aus Edelmetall werden von dem System toleriert. Gegenüber herkömmlichen Geräten zur Emailüberwachung, die nach dem Prinzip der Leitfähigkeitsanalyse arbeiten, bedeutet das einen wesentlichen Vorteil. Derartige Geräte können nicht unterscheiden, ob bei einer Alarmmeldung ein echter Alarm oder ein Fehlalarm vorliegt. Von einem Fehlalarm wird gesprochen, wenn ein leitfähiger Kontakt zwischen Produkt und Potentialausgleich entsteht, der nicht durch einen Emailschaden verursacht wird. Solche Kontakte entstehen unter anderem durch produktionsbedingte Betriebszustände z.B. durch Kondensatbrücken im Gasraum des Behälters oder beim Befüllen und Entleeren des Behälters. Regelmäßige Fehlalarme können dazu führen, dass echte Alarme vom Bedienungspersonal der Anlage nicht rechtzeitig erkannt oder beachtet werden und stellen somit eine erhebliche Gefahr für das Personal und die Anlage dar. Zudem wird der laufende Produktionsprozess erheblich gestört. Voraussetzung für den Einsatz des Corrosion Detectors ist lediglich eine ausreichende Leitfähigkeit des Mediums.

Korrosionsüberwachung auch mobil möglich

Die Korrosionsüberwachung von Pfaudler, bestehend aus einer P-Sonde und einer Auswerteelektronik, kann in Stromstörer, Ringsonden oder Ventilen, verbaut werden. Für Behälter ohne integrierte Korrosionsüberwachung ist ein mobiler Corrosion Detector lieferbar. Für sämtliche Lösungen liegt eine ATEX-Zulassung vor.